Nachgefragt: Brigitte Steinhoff, Bereichsleiterin Bildung und neues Mitglied der Geschäftsleitung
Brigitte Steinhoff arbeitet seit dem 1. März 2007 in der Lh und hat auf ihrem Weg verschiedene Stationen durchlaufen und Funktionen ausgeübt. Seit 2011 ist Brigitte Steinhoff als Abteilungsleiterin der Berufsschule Scala sehr engagiert und erfolgreich unterwegs. Per 1. August 2026 wird sie als Bereichsleiterin Bildung Einsitz in der Geschäftsleitung nehmen. Gerne stellen wir Ihnen Brigitte Steinhoff vor.
Brigitte, was werden deine Hauptaufgaben als Bereichsleiterin Bildung sein?
Zum Bereich Bildung gehören die beiden Standorte der Berufsschule Scala in Aarau und Zürich sowie das Programm JuBiAr für geflüchtete Menschen. In all diesen Abteilungen steht die berufliche Integration im Zentrum. Unser Angebot für die Lernenden und Teilnehmenden ist vielfältig: in der Scala besuchen sie entweder den Berufsschulunterricht für die Praktische Ausbildung (PrA) oder nehmen an Vorbereitungs- und Förderkursen für EBA- oder EFZ-Ausbildungen teil. Im Programm JuBiAr begleiten wir junge geflüchtete Menschen gezielt bei Übergängen: entweder in eine Ausbildung oder in den Arbeitsmarkt.
Zusätzlich werde ich mich im Bereich ‚in-take‘ für die beruflichen Massnahmen sowie die Integrationsmassnahmen der Lh engagieren. In meiner Funktion als Bereichsleiterin werde ich die Abteilungsleitenden unterstützen und gemeinsam mit ihnen unsere Konzepte und Programme strategisch weiterentwickeln. Unser gemeinsames Ziel ist es stets, die jungen Menschen auf ihren individuellen Wegen der beruflichen Integration bestmöglich zu begleiten und zu fördern.
Welche Erfahrungen trägst du in deinem Rucksack mit, die für die Funktion nützlich sind?
Meine berufliche Basis liegt im Gartenbau: Als Gärtnerin und spätere Gartenbautechnikerin durfte ich wertvolle Erfahrungen in verschiedenen Betrieben und Ländern sammeln. Den entscheidenden Schritt in den Bereich der beruflichen Integration markierte meine Tätigkeit als Berufsbildnerin in einem Berufsbildungswerk für psychisch beeinträchtigte junge Menschen. Darauf folgten erste Führungserfahrungen als stellvertretende Leiterin einer kleineren Einrichtung.
Um mein Profil zu schärfen, habe ich meinen ‚Rucksack‘ kontinuierlich erweitert – unter anderem mit Ausbildung zur Erzieherin, einer sozialpsychiatrischen Weiterbildung, einer Qualifizierung zum Jobcoach sowie einer Führungsausbildung. Inzwischen bin ich seit fast 20 Jahren in der Lh tätig und konnte hier verschiedene Bereiche mitgestalten. Besonders geprägt hat mich dabei der Aufbau der Berufsschule Scala. Mit grosser Freude durfte ich den Berufseinstieg zahlreicher junger Menschen begleiten und das Konzept der PrA-Berufsschule basierend auf ihren Bedürfnissen entwickeln und stetig vorantreiben. Dieser Weg war nur dank des aussergewöhnlichen Teamgeists im Team Scala möglich, das mich bei allen Schritten mit viel Herzblut unterstützt hat.
Was motiviert dich für die Lh zu arbeiten?
Ich habe mich vor knapp 20 Jahren bewusst für die Lh entschieden. Ausschlaggebend war für mich ein Besuch der Weihnachtsausstellung, wo ich gesehen habe, dass die Geschäftsleitung mit Freude in Kontakt mit Bewohnenden, Mitarbeitenden und Angehörigen ist. Mir ist es sehr wichtig, dass eine Unternehmenskultur sichtbar ist und es ein freudiges Miteinander gibt. Dann kann Vieles gelingen.
Wo hast du Berührungspunkte mit den Angehörigen?
Im Bereich der Berufsschule habe ich nur selten Kontakt mit Angehörigen. Wir arbeiten in erster Linie mit den Lernenden direkt. Dies ist sehr wichtig, um sie auf ihrem Weg des Erwachsen-werdens zu unterstützen. Sie lernen für ihr Tun die Verantwortung zu übernehmen. Dabei unterstützen uns die Job Coaches und Berufsbildenden. Sie sind unsere Ansprechpersonen. Trotzdem kenne ich einige Angehörige aus der Lh Community und freue mich, Sie bei den Lh Anlässen oder im Schneggen immer wieder zu treffen.